Politik machen ist besser. Vor allem wenn wir uns in einer Partei befinden. Nun gut, wir sind keine Kampfpartei. Das waren die österreichischen Grünen nie. Das wird aus uns auch auch nie werden.
Gut wäre natürlich, wenn wir uns beim Politik machen, auch ein wenig lieb hätten.
Aber wenn ich vor die Wahl gestellt bin, meine Mitstreiter/innen lieb zu haben oder was weiterzubringen, politisch gesehen, dann nehme ich das Weiterbringen.
Die Grünen sind eine Harmonierungspartei.
Wir trauen uns einfach nicht mehr, die Gegensätze zu zeigen. Bei den Grünen wird für meinen Geschmack zuviel harmonisiert und zu viel unter den grünen Teppich gekehrt. Da hat sich ganz schön viel Müll angesammelt und diesem Teppich.
Soll ich ehrlich sein?
Es gibt Grüne, die kann ich aus politischen Gründen nicht leiden. Die finde ich zwar unglaublich sympathisch, mit denen wäre ich gerne befreundet und würde ich sicherlich gerne auf Urlaub fahren, aber politisch trennen mich von ihnen Welten. Mit denen tue ich mich besonders schwer, weil ich nicht gerne gegen meine Freunde aktiv werde.
Und dann gibt es Grüne, die finde ich unsympathisch und politisch eine Katastrophe. Die sind leicht zu ignorieren, zu bekämpfen oder auszutricksen.
Dann gibt es jedoch ein paar Grüne, die finde ich phantastisch und mit denen bin ich dann auch noch politisch einer Meinung. Da macht die Politik plötzlich Spaß. Da muß ich nicht lange überlegen, lasse ich mich ein oder nicht.
Tut mir leid. Aber wir wollen doch immer ehrlich zueinander sein. Nur so können wir so richtig einen auf Harmonie machen. Wenn es darum geht, geliebt zu werden, dann gehe ich nicht zu einer Partei. Lieb haben, geliebt werden, Selbstwertgefühl steigern haben in politischer Arbeit nichts verloren.
Ich mache Politik nicht, um geliebt zu werden oder jemand zu lieben, sondern um meine politischen Ideen umzusetzen und die Gesellchaft ein wenig friedlicher, gerechter und sicherer zu machen. Dazu muß ich meine Mitstreiter/innen nicht lieben, wenn es sich ergibt ist es kein Fehler. Aber Voraussetzung ist es nicht.
Was wir aber auf jeden Fall tun sollen, geliebt oder ungeliebt, wir sollten die anderen in ihrer politsichen Meinung ernst nehmen, respektieren und wenn sie uns nicht gefällt bekämpfen, auch in den eigenen Reihen. Wer nicht den Mut hat, Schweinereien in den eigenen Reihen aufzudecken, hat schon verloren, liefert die Bewegung dem Untergang aus.
Und der hinterhältigste Grund für ein solch mutloses Verhalten, ist die Behauptung, wir wollen uns doch alle nur lieb haben.
Harmonisierung ist der Tod jeder Bewegung.
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